Build vs. Buy für Unternehmens-KI 2026
Die Entscheidung zwischen Eigenbau und Plattform-Kauf wird 2026 selten binär getroffen. Drei Achsen sortieren den Markt: Differenzierungs-Wert der Aufgabe, regulatorische Sensitivität und Datenresidenz-Anforderungen. Wir kartieren diese drei Achsen pro Anwendungsfall, bevor eine Architektur-Empfehlung steht.
Wann Buy die richtige Wahl ist
Standard-Aufgaben mit klar abgegrenztem Scope, geringem Differenzierungs-Wert und Plattformen, die EU-Datenlokalisierung und SOC2/ISO-Belege liefern. Beispiel: Standard-Chatbot für FAQ, einfache OCR.
Wann Build die richtige Wahl ist
Differenzierungs-relevante Aufgaben, regulierte Branchen mit Audit-Pflichten, mehrsprachige Daten mit kleinen Volumina, Aufgaben mit komplexen Workflow-Übergängen. Beispiel: Inkasso-Mahnsegmentierung, klinische Triage-Vorbereitung.
Wann Hybrid
Plattform-Basis-Modelle, eigene Daten-, Prompt- und Eval-Schicht oben drauf. Das ist 2026 die Mehrheit der Unternehmens-Implementierungen. Wir entwerfen die Trennung so, dass der Anbieter-Lock-in begrenzt bleibt.
Total-Cost-of-Ownership
Buy hat niedrige Anfangs- und mittlere Folgekosten, Build hat hohe Anfangskosten und niedrige Folgekosten. Über 24 bis 36 Monate kreuzen sich die Linien typischerweise zugunsten Build, wenn die Aufgabe regelmäßig läuft.
Compliance-Implikationen
EU-KI-Verordnung Konformitätsbewertung erfordert Dokumentation, die ein reiner SaaS-Käufer schwer selbst erstellen kann. Anbieter-Anhang und DPA müssen die Informationspflichten konkret abbilden.
Diese deutsche Fassung wird laufend ausgebaut. Für ein konkretes Projekt nutzen Sie bitte das Beratungsgespräch oder schreiben an info@ainora.lt.